Geflügelwirtschaft im Spannungsfeld globaler Ernährungssicherung

Effiziente Proteinquelle, aber auch Herausforderungen bei Nachhaltigkeit und Tierwohl – die Geflügelwirtschaft im Spannungsfeld globaler Ernährungssicherung.

 

Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und steigendem Proteinbedarf spielt die Geflügelwirtschaft eine entscheidende Rolle. Geflügelfleisch und Eier sind nahrhaft, relativ kostengünstig und effizient zu produzieren. Doch die Branche steht vor Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Tierwohl.

Geflügel: Globale Proteinquelle mit Tradition

Hühnerfleisch und Eier sind weltweit verbreitet und werden in verschiedenen Kulturen geschätzt. Die Gründe liegen in der effizienten Futterverwertung, den kurzen Produktionszyklen und dem geringen Flächenbedarf im Vergleich zu anderen Nutztieren. Von asiatischen Currys über afrikanische Eintöpfe bis hin zu europäischen Frühstückstischen – Geflügel findet vielfältige Verwendung.

Eier: Nährstoffreiche Alleskönner

Eier sind reich an hochwertigem Protein, Vitaminen und Mineralstoffen und somit eine wertvolle Nährstoffquelle, besonders für Kinder, Schwangere und ältere Menschen. Sie stellen zudem eine kostengünstige Alternative zu Fleisch und Fisch dar.

Herausforderungen: Vogelgrippe, Nachhaltigkeit, Tierwohl

Die Geflügelwirtschaft steht vor erheblichen Herausforderungen:

  • Vogelgrippe: Krankheiten wie die Vogelgrippe können massive wirtschaftliche Verluste verursachen und die öffentliche Gesundheit gefährden.

  • Nachhaltigkeit: Die konventionelle Geflügelhaltung birgt Umweltprobleme, darunter Ammoniakemissionen, Antibiotikaeinsatz und hoher Futterverbrauch.

  • Tierwohl: Die Kritik an den Haltungsbedingungen in der konventionellen Geflügelhaltung wächst, da sie oft nicht den natürlichen Bedürfnissen der Tiere entsprechen.

Chancen: Tierwohl, Nachhaltigkeit, Innovation

Um den Herausforderungen zu begegnen, muss die Geflügelwirtschaft nachhaltiger und tierfreundlicher werden:

  • Verbesserte Haltungsbedingungen: Mehr Platz, Auslauf und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere.

  • Reduzierter Antibiotikaeinsatz: Maßnahmen zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes zur Bekämpfung von Resistenzen.

  • Nachhaltige Fütterung: Regionale Futtermittel, Reduzierung des Sojaanteils und alternative Proteinquellen wie Insekten.

  • Ökologische Geflügelhaltung: Förderung von ökologischen Betrieben mit Fokus auf Tierwohl und Umweltschutz.

Ein Balanceakt für die Zukunft

Die Geflügelwirtschaft muss ein Gleichgewicht finden zwischen der Sicherstellung der globalen Proteinversorgung und der Berücksichtigung von Umwelt- und Tierschutzaspekten. Investitionen in Forschung, Innovation und nachhaltige Praktiken sind entscheidend, um die Branche zukunftsfähig zu machen und eine verantwortungsvolle Ernährung sicherzustellen. Die Verbraucher spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, indem sie bewusst einkaufen und tierfreundliche Produkte

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